Die ersten vier Artikel in diesem Hub haben dir die Hebel gegeben: Prompt-Struktur, Gesichtsidentität, Komposition, Verfeinerung. Dieser Artikel gibt dir drei vollständige Setups, die diese Hebel zu etwas Lauffähigem zusammenfügen.
Jedes Rezept ist SFW, vollständig benannt und gegen die aktuellen Standardmodelle und Panels des Pro-Generators getestet. Behandle sie als Startpunkte – tausch deinen eigenen angepinnten Avatar ein, ändere das Lichtwort, wechsle das Format – aber die Struktur funktioniert so, wie sie ist.
Eine Anmerkung zu den Kosten. Die Face-Flow-Stufe und die Post-Processing-Schalter sind die zwei größten Kostentreiber im Pro-Generator. Rezept 1 gibt etwas mehr für Identität aus (IP-Adapter + ReActor), weil das Porträt identitätskritisch ist. Rezept 2 spart Charms, indem es auf ReActor only zurückgeht, weil das Gesicht klein im Bild ist. Rezept 3 investiert wieder in Identität, weil das Halbkörper-Framing das Gesicht wieder in lesbare Größe rückt. Passe den Aufwand dem an, was der Betrachter tatsächlich anschaut.
Rezept 1 – Studioporträt
Der universell nützlichste Render im Katalog: ein sauberes, gut ausgeleuchtetes Head-and-Shoulders-Porträt, das aussieht, als wäre es von einem Profi gemacht. Nutz das für Profilbilder, Charaktereinführungen oder überall, wo dieselbe Person zweifellos sie selbst wirken soll.
Ein sauberes, identitätsstabiles Head-and-Shoulders, das wie ein professioneller Headshot wirkt. Profilbilder, Charaktervorstellungen, Markenporträts.
head-and-shoulders portrait, soft studio key light from camera-left, gentle fill from camera-right, neutral grey seamless background, white cotton button-down shirt, looking directly at camera, calm expression, 85mm, f/2.0, photograph
low quality, blurry, jpeg artifacts, watermark, signature, text, extra fingers, deformed hands, plastic skin, cgi, 3d render, oversaturated, harsh shadow
Face Detailer AN, Skin Enhancement AN, Hand Detailer AUS

Der Trick bei diesem Rezept: halte den Prompt knapp und lichtspezifisch. Pack keine Adjektive drauf. Den Face-Flow macht die Identität, das Post-Processing die Details, der Prompt das Staging. Wirkt das Ergebnis plastikartig, dreh CFG auf 5,5 und render neu. Ist das Gesicht nicht wiedererkennbar genug, schalt für den nächsten Pass den Face-Flow auf InstantID + IP-Adapter hoch.
Rezept 2 – Weite Umgebungsaufnahme
Für Bilder, in denen die Szene die Geschichte trägt und die Person Teil davon ist – Reise-Ästhetik, Figur-im-Ort-Kompositionen, Bannergrafik. Breiteres Format, weiteres Objektiv, lockereres Framing. Identität zählt, dominiert aber nicht.
Eine Figur an einem Ort, an dem der Ort die halbe Geschichte erzählt. Reise, Lifestyle, Banner, Social-Card-Hintergründe.
a young woman in a long camel coat walking past a row of bookshop windows on a wet cobblestone street at dusk, soft ambient light from the windows, warm interior lights reflected in the puddles, light fog, 35mm, f/4, cinematic, photograph
low quality, blurry, jpeg artifacts, watermark, signature, text, extra fingers, deformed hands, plastic skin, cgi, 3d render, overexposed, washed out
Face Detailer AUS, Hand Detailer AUS, Color Correction AN

Warum Batch 3 hier: Umgebungsaufnahmen streuen stärker als Studioporträts. Das Modell muss Gebäude, Lichter, Reflexe und eine Person gleichzeitig komponieren, und drei Samples geben dir echte Auswahl statt einer erzwungenen Entscheidung. Der FaceDetailer-Schalter bleibt aus – das Gesicht ist zu klein im Bild, als dass er hilft, und du würdest Charms in eine Region investieren, die der Betrachter ohnehin nicht ansieht.
Rezept 3 – Handy-Hintergrund im Hochformat
Eine hohe, bildgetriebene Komposition für einen Sperrbildschirm oder eine Splash-Card. Vertikales Format, Halbkörper-Framing, viel Negativraum oben und unten für Uhr und Widgets, Identität so weit erhalten, dass die Person erkennbar bleibt.
Eine vertikale Halbkörper-Komposition mit Negativraum oben und unten. Sperrbildschirme, Story-Hintergründe, vertikale Splash-Arts.
half-body portrait of a woman in a knitted oversize cream sweater, standing against a deep teal painted concrete wall, soft window light from camera-right, hair tied back, looking off to the right of frame, generous negative space above and below, 50mm, f/2.8, editorial photograph
low quality, blurry, jpeg artifacts, watermark, signature, text, extra fingers, deformed hands, plastic skin, cgi, 3d render, cropped, frame, border
Face Detailer AN, Skin Enhancement AN, Color Correction AN

Zwei Handwerks-Hinweise speziell zu diesem Rezept. Erstens: „generous negative space above and below" leistet echte Arbeit – ohne diese Anweisung zentriert das Modell die Figur, und das Gesicht landet genau dort, wo die Uhr sitzt. Zweitens: Der versetzte Blick („looking off to the right of frame") gibt dem Bild vertikales Atmen; Blickrichtung ist der billigste Kompositionshebel, den du hast.
So arbeitest du mit den Rezepten
Jedes Rezept ist eine Basis. Lad es, lass es laufen, und ändere dann pro Pass nur eine Sache – siehe Verfeinerung für die Iterationsdisziplin. Liefert ein Rezept ein Ergebnis, das fast passt, aber das Licht stimmt nicht, ändere nur das Lichtwort und render neu. Trägt die Identität nicht genug, geh den Face-Flow eine Stufe hoch. Stimmt das Framing nicht, ändere nur das Format. Ändere nicht drei Dinge gleichzeitig und frag dich dann, was geholfen hat.
Sicher die Version, die dir gefällt, als Preset. Die Preset-Leiste oben über den Panels des Pro-Generators legt den ganzen Stack ab – Prompt, Modell, Sampler, Maße, Face-Flow, Post-Processing – unter einem Namen, den du wählst. Beim nächsten Mal, wenn du denselben Look willst, lad das Preset, tausch den angepinnten Avatar oder ändere die Szenenwörter – und spar dir zehn Klicks. Ein Rezept, das du personalisiert und als Preset gespeichert hast, ist mehr wert als zehn, von denen du nur gelesen hast.
Das war der Hub. Du hast jetzt Prompting, Identität, Komposition, Verfeinerung – und drei Rezepte. Öffne den Pro-Generator und probier eins aus → Zurück zum Pro-Generator.