Quellen
- The Verge AI
- TechCrunch AI
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Tidal wird ab heute die Tantiemenzahlungen für KI-generierte Musik einstellen und solche Tracks ab dem 15. Juli mit einem Symbol kennzeichnen – ein Mittelweg der Streaming-Plattform im Umgang mit KI-Musik anstatt eines kompletten Verbots.\n\n## Die wichtigsten Punkte\n\n• Tidal stoppt sofort die Monetarisierung für 100% KI-generierte Musik, das bedeutet keine Tantiemenzahlungen mehr an Creators oder Rechteinhaber\n• Ab dem 15. Juli werden vollständig KI-generierte Tracks ein sichtbares Symbol anzeigen, um Hörer über ihren künstlichen Ursprung zu informieren\n• Die Plattform wird automatisierte Erkennungstools verwenden, um KI-Musik zu entfernen, die bestehende Künstler oder Gruppen imitiert\n• Tidals Richtlinie stellt einen Kompromiss zwischen dem Schutz menschlicher Künstler und der Ermöglichung von KI-Musik-Experimenten dar\n• Der Schritt betrifft Creators, die Musik mit KI-Tools generieren und auf Streaming-Plattformen für Einnahmen hochladen\n\n## Tidals Erkennungs- und Kennzeichnungssystem\n\nTidals Ansatz konzentriert sich auf Identifikation statt auf Verbot. Die Plattform wird automatisierte Tools verwenden, um Uploads zu scannen und Tracks zu markieren, die als vollständig KI-generiert identifiziert werden. Diese Tracks verlieren ihre Fähigkeit, durch Streams Einnahmen zu generieren, bleiben aber für Hörer mit klarer Kennzeichnung zugänglich.\n\nDas Kennzeichnungssystem ab dem 15. Juli wird KI-Tracks mit einem eigenen Symbol markieren und Nutzern Transparenz darüber geben, was sie hören. Diese visuelle Anzeige soll Hörern helfen, informierte Entscheidungen über ihren Musikkonsum zu treffen, während die Katalogvielfalt der Plattform erhalten bleibt.\n\n## Künstler-Imitation wird strenger behandelt\n\nWährend allgemeine KI-Musik ihre Plattform-Präsenz behält, zieht Tidal bei Imitationen eine härtere Linie. Das Unternehmen wird aktiv KI-generierte Tracks entfernen, die versuchen, bestehende Künstler oder Gruppen nachzuahmen, und dabei automatisierte Erkennungssysteme verwenden, um solche Inhalte zu identifizieren und zu entfernen.\n\nDiese Unterscheidung deutet darauf hin, dass Tidal originale KI-Kompositionen anders betrachtet als KI-Versuche, die Stile oder Stimmen etablierter Künstler zu replizieren. Creators, die KI zur Generierung originaler musikalischer Ideen nutzen, sehen sich einer Demonetarisierung, aber nicht einer Entfernung gegenüber, während diejenigen, die KI-Versionen bestehender Künstler erstellen, riskieren, dass ihre Tracks vollständig gelöscht werden.\n\n## Auswirkungen auf KI-Musik-Creators\n\nFür Creators, die mit KI-Musikgenerierungstools experimentieren, eliminiert Tidals Richtlinie den finanziellen Anreiz, während sie Möglichkeiten für kreativen Ausdruck bewahrt. Musiker, die KI-generierte Elemente mit menschlicher Performance mischen, könnten ihre Tracks in Tidals Erkennungsnetz gefangen sehen, wenn der KI-Anteil die Schwelle der Plattform für „100% KI-generiert" erreicht.\n\nDas Timing der Richtlinie fällt mit der rasanten Weiterentwicklung von KI-Musik-Tools zusammen, die vollständige Kompositionen, Gesang und Instrumentals produzieren können. Creators stehen nun vor der Wahl zwischen potenziellen Einnahmen auf anderen Plattformen und Tidals Publikumsreichweite ohne Monetarisierung.\n\nTidals ausgewogener Ansatz spiegelt die breitere Branchenunsicherheit über die Rolle von KI-Musik wider. Anders als Plattformen, die KI-Inhalte vollständig verbieten oder solche ohne Beschränkungen, versucht Tidal sowohl die Bedenken der Creators bezüglich KI-Konkurrenz als auch das Nutzerinteresse an KI-generierten Inhalten anzuerkennen. Die Wirksamkeit dieses Mittelwegs wird wahrscheinlich beeinflussen, wie andere Streaming-Dienste mit dem wachsenden Volumen an KI-Musik-Einreichungen umgehen.